In ihrer Onlineausgabe vom 23.12.2011, 17:35 Uhr schreibt die Rhein-Zeitung folgendes

Kita-Brand in Asbach: Nach den Weihnachtsferien geht es ins das erste Notquartier

Asbach - Die Folgen des verheerenden Feuers in Asbach betreffen nicht nur das Gebäude, sondern auch das Inventar – Bei der Suche nach der Brandursache kann die Polizei indes sowohl Brandstiftung als auch einen technischen Defekt ausschließen

Asbach. Maria und Josef hielten laut Bibel kurz vor der Geburt Jesu Ausschau nach einer Herberge. Kurz vor Weihnachten 2011 brauchten auch knapp 120 Mädchen und Jungen des evangelischen Kindergartens in Asbach ein Ausweichquartier. Doch nach dem verheerenden Brand in der Einrichtung an der Schulstraße (die RZ berichtete), bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde, mussten die evangelische Kirchengemeinde (Träger), die Gemeinde Asbach (Eigentümerin des Gebäudes), die Verbandsgemeinde und das Kreisjugendamt nicht lange nach Räumen für die sechs Gruppen suchen. „Da arbeitet eine tolle Solidargemeinschaft zusammen“, findet Erster Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach. So kommen zwei Gruppen (44 Kinder) provisorisch im Bürgerhaus unter, zwei weitere (30 Kinder) im evangelischen Gemeindehaus, die Hortgruppe in der Grundschule. Für die sechste Gruppe, berichtet der Dezernent, stehen zwei Varianten zur Verfügung: Wahrscheinlich ist eine Containerlösung am Bürgerhaus. Außerdem stehe im Buchholzer „Leuchtturm“ ein Gruppenraum zur Verfügung.

Ferner haben laut Hallerbach weitere Kindertagesstätten in der Verbandsgemeinde Räume, Möbel und Spielsachen angeboten. Fraglich ist nämlich nicht nur, ob die Asbacher Kita saniert werden kann oder abgerissen wird. Auch das Inventar hat erheblichen Schaden genommen, wie Gisbert Becker, Büroleiter der Verbandsgemeinde Asbach, weiß: „Bei den Möbeln und Spielsachen, die dem Großbrand nicht zum Opfer fielen, muss untersucht werden, ob sie noch nutzbar sind.“

Die Verwaltung habe in Absprache mit der Versicherung Schadstoffmessungen veranlasst. Nach dem Ende der Weihnachtsferien am 2. Januar sollten die Kinder ins Ausweichquartier im Bürgerhaus einziehen können. Bei der Suche nach der Brandursache kann die Polizei indes sowohl Brandstiftung als auch einen technischen Defekt ausschließen, wie Polizeihauptkommissar Ingo Weber von der Neuwieder Kripo auf RZ-Anfrage sagt. Hinweise auf einen defekten Heizlüfter hätten sich nicht bestätigt. Ob das Feuer durch Fahrlässigkeit entstand, lasse sich ebenso nicht mit Gewissheit sagen – in zwei Wochen sei mit einem Gutachten zu rechnen.

Von unserem Redakteur Mario Quadt

Der General-Anzeiger Bonn schreibt am 22.12.2011 in seiner Onlineausgabe

Asbacher Kita nach Brand nicht mehr nutzbar

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ASBACH.
Einen Tag nach dem verheerenden Brand im evangelischen Kindergarten Asbach standen am Mittwoch viele Sitzungen an.


"Wir arbeiten mit Mann und Maus an einer dauerhaften Notlösung", sagte Siegfried Ewens, Architekt der Verbandsgemeinde dem General-Anzeiger. Das Gebäude an der Schulstraße, das 119 Kinder besuchten, wird viele Monate lang nicht nutzbar sein.

Bis Weihnachten sei eine Notversorgung sichergestellt, wenn Eltern ihre Kinder nicht anders unterbringen könnten. Der Kindergarten war 1992 für drei Gruppen gebaut worden. "2.000 haben wir ihn für 475.000 Euro erweitert", sagte Ewens. Zuletzt gab es fünf Kindergarten-Gruppen und eine Hort-Gruppe.
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Feuer zerstörte Kindergarten

Während der Versicherungsvertreter den Schaden am Unglückstag auf 300.000 Euro geschätzt hatte, ging der Architekt der VG Asbach nach einem Ortstermin gestern "von einer hohen sechsstelligen Summe" aus. Doch das Gebäude muss wohl nicht abgerissen werden. Derzeit wird das Dach gegen Schnee und Eis gewappnet, um die Innenräume zu schützen.

In ihrer Onlineausgabe vom 20.12.2011, 14:22 Uhr schreibt die Rhein-Zeitung folgendes

Kindergarten steht in Flammen

Asbach: Kindergarten steht in Flammen

Asbach - Großeinsatz für die Feuerwehr: Seit heute morgen brennt der evangelische Kindergarten in Asbach. Vom Dachstuhl aus breiteten sich die Flammen zu einem sogenannten Vollbrand aus. Dessen weit über Asbach zu sehende Rauchwolke führte dazu, dass die Hauptstraße gesperrt werden musste. Die Evakuierung der Kinder klappte hervorragend.
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Von unserer Mitarbeiterin Beate Christ

Am Dienstagmorgen um 8.30 Uhr hatten Erzieherinnen im Dachgeschoss des Kindergartens Rauch bemerkt. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich etwa 50 Kinder im Haus - vergleichsweise wenig, da die winterlichen Straßenverhältnisse für vielfache Verzögerungen bei der Anfahrt gesorgt hatten. Die Mitarbeiterinnen evakuierten die Mädchen und Jungen daraufhin unverzüglich in die gegenüberliegende Grundschule. Und weil die Kinder dieses Szenario bereits im Vorfeld häufiger geübt hatten, klappte es zur Freude der Erzieherinnen ganz hervorragend.

Parallel war die Asbacher Feuerwehr eingetroffen, die aufgrund der sehr starken Rauchentwicklung das Gebäude allerdings nicht betreten konnte. Da ein Innenangriff ausschied, holten sie die Drehleiter aus dem nahen Eitorf (NRW) zur Hilfe. Von dieser aus schlugen die Feuerwehrleute ein Loch ins Dach und begannen mit den Löscharbeiten, die gegen 11 Uhr abgeschlossen waren.

Hauptproblem waren die ganze Zeit nicht die Flammen, die kaum zu sehen waren, sondern die starke Rauchentwicklung. Selbst über dem Ort schwebte eine weit sichtbare Wolke, die Feuerwehr fuhr durch die Straßen und forderte die Bewohner auf, Fenster und Türen zu schließen. Außerdem musste die Polizei die Hauptstraße sperren, da der Rauch den Autofahrern die Sicht nahm.

Menschen sind glücklicherweise nicht verletzt worden. Wie der Erste Beigeordnete André Gottschalk mitteilt, wird die Verbandsgemeinde für die Fortführung des Kindergartenbetriebs Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. "Der Betrieb kann in den nächsten Tagen wieder ganz normal aufgenommen werden. Wir werden die Eltern hierüber auch kurzfristig informieren", so Gottschalk, der aber auch sagte, dass die Räume des evangelischen Kindergartens aufgrund des Brandschadens wohl mindestens für einige Monate nicht nutzbar sein werden. Ob das Gebäude sogar abgerissen werden muss, steht noch nicht fest. Gleiches gilt für die Brandursache.

Im Einsatz waren insgesamt rund 40 Feuerwehrkräfte (davon 26 unter Atemschutz) der Löschzüge Asbach, Buchholz, Altenhofen, Etscheid und Neustadt. Vorsorglich war zudem die Schnell-Einsatzgruppe des Roten Kreuzes vor Ort.